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Die Macht der Mullahs
Oder: Die Verhüllung der Frau als Dreh- und Angelpunkt islamischer Herrschaft

Donnerstag 17.01.08, 20 Uhr
Kulturladen Nord (Kuno)
Wurzelbauerstr. 29, Nürnberg

Die Debatten, die hierzulande über den Islam, das Kopftuch und das Kopftuchverbot für Lehrerinnen unter Schlagworten wie Religionsfreiheit, Säkularismus oder Neutralitätspflicht des Staates geführt werden, sich gar in Gesetzen niederschlagen, machen glauben, beim Islam handle es sich um eine Religion, beim Kopftuch mithin um ein religiöses Symbol. Dieses Mißverständnis teilt die dorfatheistisch-pseudolaizistische Linke mit der christlich-konservativen Rechten. Und selbst da, wo der Islam als eine politische Bewegung, die eine vorzivilisatorische Sozial- und Rechtsordnung durchzusetzen bestrebt ist, kritisiert wird, erscheint das Kopftuch bestenfalls als politisches Symbol für Islamismus und Patriarchat. Noch diese immerhin halbe Wahrheit verstellt jedoch den Blick auf das offensichtliche Wesen des Kopftuchs: es ist in seiner stofflichen Beschaffenheit eben nicht nur abstraktes Zeichen der Herrschaft, sondern diese selbst, d.h. ganz konkretes Unterdrückungswerkzeug, das unauslöschbare Spuren in der Psyche, der Sexualität und der sozialen Identität derjenigen hinterläßt, denen es in der Pubertät aufgezwungen wird. Solange die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht derart umgeworfen sind, daß es zum Schutz der Individualrechte auf körperliche Unversehrtheit und freie Entfaltung der Persönlichkeit keines Rechtsstaates mehr bedarf, ist folglich der Souverän in die Pflicht zu nehmen, die Rechte auch seiner migrantischen Bürgerinnen zu wahren und diese nicht mehr wie bisher der Privatsphäre des Rackets bzw. vermeintlicher Religionsausübung auszuliefern. Ein staatlich durchgesetztes Kopftuchverbot für Schülerinnen ist daher die Minimalforderung einer an der menschlichen Emanzipation orientierten Islamkritik.

Der Referent, Thomas Maul, lebt in der Hedonistischen Mitte von Berlin und ist Autor des bei ça ira erschienen Buches „Die Macht der Mullahs. Schmähreden gegen die islamische Alltagskultur und den Aufklärungsverrat ihrer linken Verteidiger“ (Freiburg 2006).

Eine Veranstaltung der AG Kritische Theorie