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Der Iran
Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer

Samstag 14. Juni 2008, 19.30 Uhr
Kulturladen Nord (Kuno)
Wurzelbauerstr. 29, Nürnberg

Es geht um den Protest gegen die Gleichgültigkeit, mit der große Teile der europäischen Öffentlichkeit dem Terror gegen die iranische Bevölkerung und der Vernichtungsdrohung gegen Israel seitens der Teheraner Mullahs begegnen. Wenn der von Adorno formulierte kategorische Imperativ, im Stande der “Unfreiheit”, also in der falschen Gesellschaft, das “Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe”, nicht zum feuilletonistischen Aperçu verkommen soll, so kann man jetzt unmöglich untätig bleiben. Die Gefahr der Aufstockung des iranischen Vernichtungsarsenals mit Nuklearwaffen erfordert eine entschiedene außerparlamentarische Intervention. Die Feindbestimmung des Khomeinismus ähnelt jener des Nationalsozialismus mit seinem Haß auf Bolschewismus, westliche ‘Plutokratie‘ und Judentum. Das Ziel des iranischen Regimes ist eine formierte Gesellschaft, die bereitwillig auf individuelle Freiheit und ökonomischen Wohlstand verzichten soll, um dem Ziel der Einigung der islamischen Umma und der Vernichtung des jüdischen Staates zu dienen. Die Brandrede Ahmadinejads auf der Konferenz The World without Zionism im Oktober 2005, in der er die Auslöschung Israels forderte, war nur ein Ausdruck davon. Dieser Politik wird gerade in den postnazistischen Gesellschaften nicht nur durch Appeasement begegnet, sondern zusehends mit offener Kollaboration, wie sie sich etwa in dem geplanten österreichischen 22 Milliarden-Deal mit dem iranischen Regime manifestiert.

Es spricht Stephan Grigat (Wien), der die Kampagne “Stop the bomb!” (www.stopthebomb.net) mitinitiiert hat und bei Café critique in Wien aktiv ist (www.cafecritique.priv.at). Gemeinsam mit Simone Dinah Hartmann hat er gerade das Buch “Der Iran. Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer” (Studienverlag, Wien) herausgegeben, bei ça ira im letzten Jahr das Buch “Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus” veröffentlicht.

Eine Veranstaltung der AG Kritische Theorie Nürnberg